Welt der Karten und Atlanten

Faszination Landkarte. Schon bei den ersten Weltumseglungen starrten Kapitäne und ihre Offiziere auf die ausgerollten Schiffskarten. Viele davon mit weißen Flecken und geografischem Niemandsland. Mit den Jahrhunderten der Entdeckungen wurden die detailreichen Zeichnungen immer präziser und professioneller. Ein Name steht in Thüringen für die Kunst der Karten und deren Vermarktung: Justus Perthes. Der Grundstein dafür wurde im 18. Jahrhundert gelegt. Seitdem trug eine ganze Familien-Dynastie die Geschäftsidee bis in das 21. Jahrhundert. Die Stadt der Karten-Macher war und ist Gotha. Zwar wurde der historisch gewachsenen Verbindung des Namens Perthes an die Stadt Gotha in der DDR-Zeit ein Riegel vorgeschoben. Die Kontinuität des kartografischen Schaffens der Gothaer Anstalt schaffte es aber über alle politischen und wirtschaftlichen Krisen, auch nach der Wende an die einstigen Erfolge anzuknüpfen. 

1785 begründete der aus Rudolstadt stammende Justus Perthes (1749-1816) in Gotha seinen eigenen Verlag. Dabei hatte sein Schaffen in der damaligen Residenzstadt bereits 1778 begonnen. Justus Perthes beteiligte sich nämlich zu 25 Prozent an der Handlungs-Societät des Gothaer Verlagsbuchhändlers Carl Wilhelm Ettinger. Die Hofbuchhandlung Ettinger verlegte verschiedene Zeitschriften und den Hofkalender. Neben Perthes gehörte auch Johann Friedrich Dürfeldt zu ebenfalls 25 Prozent zu dieser auf vorerst zehn Jahre befristeten Unternehmung. Durch die Heirat von Justus Perthes und Sabine Ernestine Dürfeldt im Jahre 1784 vereinigte Perthes die Anteile des ehemaligen Partners auf sich. Rein rechnerisch stand Perthes nun mit Ettinger auf gleicher Stufe. Schon ein Jahr später trennten sich die Teilhaber. Ein Vertrag regelte die Geschäftsfelder. Justus Perthes erhielt den Verlag des schon 1763 begonnenen Almanach de Gotha sowie seines deutschen Gegenstücks, des Gothaischen Hofkalenders. Dieser Vertrag war die Gründungsurkunde des neuen Verlags von Perthes.

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